Kommende Ausstellung

»Henning John von Freyend. Eine Retrospektive «

Vernissage 27.05.2021, 18 Uhr

Mit einer Laudatio von Dr. Franziska Augstein

H.John von Freyend, Coladose, 1976
H.John von Freyend, Auto mit Matratze, 1975

Henning John von Freyend stellt sich oft gegen die Dinge. Das betrifft auch den   Kunstbetrieb und oftmals damit einhergehend die Ausstellung seiner Werke. Nachdem er allerdings auf die Gallery Good aufmerksam wurde – vielleicht auch erfreut durch deren neuer Haltung dem Kunstmarkt gegenüber – hat er nun eine Vielzahl seiner Werke freigegeben. Daher wird es ab dem 27. Mai 2021 erstmals die Möglichkeit geben, Werke aus fast fünf Jahrzehnten künstlerischen Schaffens zu bewundern und zu erwerben.

Während die Ausstellung einen Überblick über John von Freyends Lebenswerk geben wird, hat er selbst oft einen Ausschnitt aus der Welt gesucht:

Sein sehr persönlicher Blick zeigt sich sowohl in den abstrakten, als auch in den sehr figürlichen Werken. Es werden realistische Stadtbilder aus seiner frühen Schaffensphase, neben pulsierenden brasilianischen Pflanzenwelten und den späteren abstrakten Spiegelungen seiner Wirklichkeit zu sehen sein.

 

Diese über 30 ausgestellten Werke werden die gesamte Bandbreite seiner Malerei umfassen und den Künstler sowie den Wandel seiner Kunst widerspiegeln.

Über den Künstler

Henning John von Freyends (*1941) kritische Haltung findet sich auch in seiner Kunst wieder. Nachdem er bis 1968 in Basel Form- und Bildgestaltung studiert und anschließend in einer Werbeagentur in New York gearbeitet hatte, entschied er sich für ein anderes Lebenskonzept und gründete gemeinsam mit Berndt Höppner und Thomas Hornemann die Künstlergruppe EXIT. Ausschlaggebend für die Hinwendung zur Malerei, war sein Freund und Schriftsteller Rolf Dieter Brinkmann, der ihm riet, nicht dem kommerziellen Erfolg hinterher zu laufen, sondern sich auf seine Kunst zu konzentrieren. John von Freyend entschied sich bewusst als Gegenentwurf zur Pop-Art für die Ölmalerei und bildete nach Streifzügen realistische Abbildungen seiner Umgebung ab. Auch bei den späteren, eher abstrakten Darstellungen findet sich immer eine gewisse Komik und Absurdität – der Künstler distanziert sich ein wenig vom Geschehen und zeigt uns dadurch die Welt auf eine neue Weise.